Posted by on Sep 22, 2014 in Allgemein | Keine Kommentare

Es scheint viel einfacher ein Pferd mit der Kraft aus den Armen zu reiten und sich an den Zügeln festzuhalten, bzw. zu glauben, so eine reelle Verbindung zum Pferd aufzubauen.

Die meisten meiner Schüler müssen anfänglich oft einen beschwerlichen Weg auf sich nehmen und diszipliniert an sich arbeiten. Sie müssen lernen umzudenken, bewusst ihren Körper wahrzunehmen, um die eigene Mitte zu finden. Sie werden lernen unabhängig von ihrer Hand zu sitzen – sprich in ihrer Körpermitte.

Ein wesentlicher Punkt auf diesem Weg ist die Atmung. Viele meiner Schüler sind verspannt, halten sich in den Schultern fest, die Hände kommen meist gegen die Bewegung des Pferdes und das Becken ist fest und die Knie in den Sattel gepresst. Die Bewegung ihres Pferdes wird so gänzlich blockiert. Ein bewusstes ein- und ausatmen schult die Selbstwahrnehmung. Plötzlich merken sie, wie verspannt sie auf dem Pferd sitzen.

Ist dies einmal geschafft, vertieft dieses „andere“ Reiten die Verbindung zum Pferd ungemein.

Hier einige Anregungen zum entspannten Atmen:
Verbringt einfach mal einige Minuten damit, euch völlig auf euren Atem zu konzentrieren. Spürt wie die Spannung aus euren Körper geht, wenn ihr ausatmet. Atmet dann wieder entspannt ein und lasst den Sauerstoff erneut durch euren Körper fließen.
Spürt wie eure Gedanken sich beruhigen, lasst euer Herz gleichmäßig schlagen.

Macht diese Atemübungen wenn ihr auf dem Pferd sitzt, am besten bevor ihr anfangt die Zügel aufzunehmen. Wenn ihr bemerkt dass ihr euch fest haltet, dann denk erneut ans Atmen.